Sudbury Schule Ammersee bittet um Geld!

Sudbury Schule Ammersee bittet um Geld für einen Gerichtsprozess, der Weichen stellt für die gesamte Bewegung Demokratischer Schulen in Bayern

 

Liebe Freunde und Interessierte der demokratischen Bildungsbewegung,
die Sudbury Schule Ammersee ist aktuell in einer Notsituation und bittet Euch dringend um Hilfe! Dabei geht es nicht nur um uns, sondern um die gesamte Bewegung demokratischer Schulen in Bayern: Diese wird seit Jahren von der Bayrischen Regierung ausgebremst.


Die Sudbury Schule Ammersee ist im September 2016 von der Regierung geschlossen worden, Schulinitiativen in Ingolstadt, Augsburg, München, Regensburg und Nürnberg können trotz zahlreicher Anmeldungen und hohem Interesse nicht starten, weil sie vom bayrischen Staat systematisch verhindert werden. Das ist nichts Neues hierzulande: Auch die ersten Montessori- und Waldorfschulen wurden seinerzeit massiv blockiert. Auch aktuell wird es den freien Schulen in Bayern überall schwer gemacht. Aktuell haben auch Montessori-Schulen Ablehnungen bekommen, andere freie Schulen werden massiv in ihren Konzepten beschnitten.
Jetzt steht Ende des Jahres (genauer Termin ist noch nicht bekannt) der Gerichtsprozess der Sudbury Schule Ammersee gegen den Freistaat Bayern an. Ein Prozess, der die Weichen stellt: Sollten wir diesen gewinnen, wäre das ein großer Durchbruch für die Bewegung Demokratischer Schulen im Land und würde zahlreichen Initiativen die Tür öffnen. Es wäre auch ein deutliches Signal für die freien Schulen in Bayern, wenn der staatlichen Willkür Grenzen gesetzt würden.

30 000 Euro für Gerichts- und Anwaltskosten
Das große Drama: Nach 1 ½ Jahren, in denen wir uns nur mit Spendengeldern über Wasser halten konnten, geht uns das Geld aus! Das heißt: Wir brauchen dringend finanzielle Unterstützung! Etwa 30 000 Euro sind nötig, um die Anwälte zu zahlen und uns bestmöglich aufzustellen, ansonsten können wir den Prozess nicht weiter führen – und die Regierung würde mit ihrer Verweigerungshaltung durchkommen, nur, weil sie am längeren Hebel sitzt! Das darf nicht passieren!
Vor Gericht wird es darum gehen darzustellen, dass die Sudbury Schule sehr wohl mit den Bayrischen Gesetzen im Einklang steht. Das Gesetz an sich ist wunderbar, es spricht unter anderem davon, dass Schulen „Wissen und Können vermitteln sowie Geist und Körper, Herz und Charakter bilden“ sollen. Nur wird es von den Behörden völlig anders interpretiert. Einziges Kriterium ist hier, ob Schüler Mathe, Deutsch und Englisch können!
Hier ist dringend ein Umdenken erforderlich, die neue Sicht auf Lernen, die mehr und mehr in der Bevölkerung ankommt, muss auch vom Staat mitgetragen werden. Vor diesem Hintergrund sehen wir Chancen, das Verfahren zu gewinnen, auch, wenn unser Gesuch auf vorläufige Weitergenehmigung zunächst im Eilverfahren abgelehnt worden war. Bisher wurde nur aufgrund der Aktenlage entschieden, ohne, dass wir persönlich gehört wurden und ohne, dass in die Tiefe gegangen werden konnte. Wir haben gute Gründe und Argumente, die zeigen, dass wir uns sehr wohl an die Vereinbarungen mit der Regierung gehalten haben und absolut im Einklang mit den Gesetzen sind. Schüler, die zum Teil überhaupt keine Schulen mehr besucht hatten, haben bei uns zum ersten Mal wieder Freude am Lernen gefunden, die Schule war am Aufblühen, erste Schüler haben schon ihre staatlichen Abschlüsse gemacht. Im Übrigen waren auch Schulexperten wie Simone Fleischmann, Vorsitzende des bayrischen Lehrerinnen- und Lehrerbundes, und die Mitglieder des Bayrischen „Forum Bildungspolitik“ begeistert und setzen sich nach wie vor für die Sudbury Schule ein.

Für Vielfalt in der Bildung und die Rechte freier Schulen
Unsererseits hatten wir der Regierung und dem Ministerium in den letzten Monaten eine Reihe von Vorschlägen gemacht, um doch noch eine Einigung zu erzielen: Unter anderem haben wir das Modell eines Schulversuchs ausgearbeitet, der vorsah, den Schulstart von internationalen Wissenschaftlern sowie Forschern der LMU und staatlichen Inspektoren begleiten zu lassen. Das hochkarätige Team war bereits aufgestellt und könnte jederzeit wieder aktiviert werden. Mehr an Transparenz und Begleitung geht kaum – dennoch lehnten die Behörden erneut ab.
Wir bitten Euch in diesem entscheidenden Moment um Eure Solidarität: Unterstützt uns jetzt! Ihr helft der Sudbury Schule, ihren Schülern, von denen viele sehr unglücklich sind und die Wiedereröffnung Ihrer Schule herbeisehnen, den Eltern, die sich von den Behörden entmündigt und gegängelt fühlen – und hunderten von weiteren Schülern, die bei einem Erfolg vor Gericht auch in Bayern endlich die Möglichkeit hätten, bald eine Demokratische Schule zu besuchen! Ihr unterstützt die Vielfalt in der Bildung und die Rechte der freien Schulen!
Ganz herzlichen Dank,
Eure Schüler, Eltern, Mitarbeiter und Vorstände der Sudbury Schule Ammersee!


Unser Spendenkonto: Stadtsparkasse München  
IBAN: DE12 7015 0000 0037 1083 70  BIC: SSKM DE MM

Solltet ihr weitere Informationen benötigen, findet ihr hier unsere letzten Pressemeldungen:

und Informationen was alles geschehen ist unter diesem Link: 

http://www.sudbury-schule-ammersee.de/fragen-und-antworten-zu-den-aktuellen-vorkommnissen.html

Oder ruft uns persönlich an:
Simone Kosog: 01711906752 Monika Diop-Wernz: 017632951459

 

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